einfach besser schlafen...

Blog über Gesundheit und Schlaf

Schlafphasen

Wenn unser Bewusstsein sich langsam verabschiedet und wir in den Schlaf gleiten, ist unser Gehirn paradoxerweise genauso aktiv wie im Wachzustand.  Themen die den Schlafenden den Tag über beschäftigt haben tauchen häufig auch in den Träumen auf und Probleme können dort, durch die erhöhte Kreativität, leichter gelöst werden. Bei verschiedensten Problemen wird häufig entgegnet: „Schlafe doch noch mal eine Nacht darüber.“ , denn zumindest unterbewusst scheinen schon viele Menschen erkannt zu haben, dass Schlafen bei schwierigen Entscheidungen und komplexen Problemstellungen einen positiven Effekt bietet.Während des Schlafes werden, neben den Übergangsstadien, der Einschlaf- und Aufwachphase, zwei verschiedene Phasen durchlaufen, welche sich im Laufe der Nacht abwechseln. Die zwei Phasen nennt man Non-REM und REM-Phase, wobei REM Rapid-Eye-Movement bedeutet. Die beiden Phasen bilden zusammen neunzig minütige Zyklen, welche sich durchschnittlich fünfmal in einer Nacht wiederholen.

Tiefschlafphase                                                                                                                                

Nach dem Übergang vom leichten Schlaf zu Beginn der Nacht, folgt die Non-REM Phase, welche auch als Tiefschlafphase bekannt ist. Hier beginnt die Regeneration des Körpers – sämtliche Körperfunktionen werden auf das Nötigste reduziert, so fällt beispielsweise die Körpertemperatur und es kommt zu einer Verlangsamung von Puls und Atmung. Die Tiefschlafphase dient der Zellreperatur, indem Wachstumshormone freigegeben werden, welche beim Zellaufbau eine wichtige Rolle spielen. Zudem ist das Immunsystem besonders aktiv und regeneriert sich von den Strapazen des Tages. So zeigte sich, dass Testpersonen, die nach einer Impfung schlafen durften, hatten selbst nach einem Jahr doppelt so viele spezifische Antikörper im Blut als Vergleichspersonen, die die darauffolgende Nacht ohne Schlaf auskommen mussten. Doch auch unser Gedächtnis bildet sich in der Non-REM Phase weiter, lernt, speichert neue Fakten ab und löscht altes Wissen.

REM-Phase  

Hingegen hierzu ist es kennzeichnend für die darauffolgende REM-Phase, dass sich die geschlossenen Augen relativ schnell hin und her bewegen, doch auch der Puls und die Atemfrequenz sind erhöht und unregelmäßig. Die REM-Phase, welche man auch Traumphase nennen kann, hat am Anfang der Nachruhe einen relativ geringen Anteil an dem neunzig minütigen Zyklus, lediglich 10 Minuten, jedoch nimmt dieser im Laufe der Nacht deutlich zu und kann in den frühen Morgenstunden über fünfzig Minuten andauern. Besonders bemerkenswert ist, dass in der REM-Phase die Gehirnaktivität sogar höher als im Wachzustand ist. Eine besonders starke Aktivität ist in den Hirnarealen, welche mit dem Langzeitgedächtnis verknüpft sind, festzustellen. Daraus lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass in der REM-Phase erlebte Tagesereignisse mit dem Gedächtnis verknüpft werden. Die REM-Phase ist durchzogen von verschiedensten, häufig nicht auf das reale Leben bezogenen Träumen. Damit die Bewegungen, die gerade im Traum ausgeführt werden, nicht in der Realität stattfinden, sind die Skelettmuskeln noch schlaffer als in der vorangegangenen Non-REM Phase, der Körper ist sozusagen gelähmt und nahezu vollkommen entspannt. Laut einer Studie erleichtert der REM-Schlaf, durch die erhöhte Kreativität des Gehirns, zuvor aufgegebene Problemstellungen  effektiver zu lösen.

Gegen vier Uhr morgens beginnt der Körper sich auf das Aufwachen vorzubereiten, in dem er den Stoffwechsel wieder anregt und die Körpertemperatur ansteigt. Genau wie beim Einschlafen ist nun eine Leichtschlafphase erreicht, in der selbst leise Geräusche das Aufwecken herbeirufen und unser Bewusstsein wieder aktiv wird.

 

 

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