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Blog über Gesundheit und Schlaf

Schlafphasen REM und Tiefschlaf

Schlaf gleich Schlaf?
Der Unterschied zwischen der Tiefschlafphase und dem REM-Schlaf:

Wach- und Schlafzustände wechseln sich regelmäßig in unserem Leben ab. Doch auch beim Schlafen sind wir nicht in einem festen Zustand sondern erreichen im Laufe der Nacht verschiedene Schlafphasen.
Die wohl bekannteste Schlafphase ist der REM-Schlaf, in dem es zu häufiger Augenbewegung kommt und die meist nach dem Tiefschlaf eintritt. Der REM-Schlaf wechselt sich mit dem Tiefschlaf und dem Non-REM, dem leichten Schlaf ab. Ein erwachsener Mensch schläft durchschnittlich 7-8 Stunden. Je länger der Schlaf zeitlich fortgeschritten ist, desto länger dauern die REM-Phasen an.

Während der REM-Phase entstehen intensive Träume, weswegen man auch von der Traumphase sprechen kann. Man kann den REM-Schlaf, trotz der hohen Gehirnaktivität, von der „Schlaftiefe“ mit einem Tiefschlaf vergleichen, doch im Gegensatz zum Tiefschlaf sind in der REM-Phase Puls und Atmung stark erhöht und unregelmäßig. Die Hirnstromaktivität ist sogar höher als im Wachzustand und das Gehirn verbraucht auch fast so viel Energie, als wäre der Mensch wach.

Trotz der starken Ähnlichkeit zum Wachzustand sind die Skelettmuskeln noch schlaffer als in der vorher durchwanderten Tiefschlafphase, wodurch verhindert wird, dass Bewegungen, die im Traum durchgeführt werden, auch in Wirklichkeit stattfinden. Die entsendeten Signale des Bewegungszentrums im Gehirn vom Stammhirn unterdrückt, weswegen die Beine oder Arme in der REM-Phase nur zucken anstatt den gesamten Bewegungsablauf durchzuführen. Diese Art Lähmung kann der Schlafende selbst im Traum als lähmende Behinderung wahrnehmen.
Je länger man schläft, desto länger werden zudem die REM-Phasen, so dauert die erste REM-Phase lediglich 10 Minuten an wohingegen die letzte, gegen Morgen hin Längen von bis zu einer Stunde erreichen kann. Jeder REM-Schlafphase folgt eine längere Tiefschlafphase, diese beiden Phasen wechseln sich vier bis sechs mal pro Nacht ab.

Über die Funktion des REM-Schlafs gibt es verschiedenste Meinungen und Hypothesen. Forscher haben festgestellt, dass beim Entzug der REM-Phasen die Versuchspersonen sich vermehrt triebhaft verhalten. So stellt sich bei ihnen ein vermehrtes Hungergefühl, verstärkte sexuelle und aggressive Impulse, Lern-und Konzentrationsschwierigkeiten sowie Gedächtnisprobleme ein. Bei Ratten führt der vollständige Entzug des REM-Schlafs gar zum Tode. Jedoch kann man im Allgemeinen darauf schließen, dass der Lernprozess des Menschen stark mit dem REM-Schlaf verbunden ist. Zur Debatte steht weiterhin, ob der REM-Schlaf auch zur Triebregulierung, Informationsverarbeitung und Stressbewältigung notwendig ist. Nachgewiesen ist jedoch, dass eine Verkürzung der REM-Schlafdauer zu geistiger Erschöpfung führt und folglich ist dieser unentbehrlich für einen ausgeglichenen Geist und gesunden Körper. Bei Patienten, die unter Depressionen leiden findet man häufig auch eine verkürzte REM-Schlafphase, was die Notwendigkeit dieser Schlafphase deutlich betont. Mit zunehmendem Alter vermindert sich der Anteil der Tiefschlafphasen, aber auch der REM-Phasen, was zu einer nachlassenden Schlafeffizienz führt, jedoch sinkt mit dem Alter auch der durchschnittlichen Schlafbedarf auf sechs Stunden, weswegen die Verminderung meist nicht so stark ins Gewicht fällt.
Ein gesunder Schlaf zeichnet sich aus an dem ausgeglichenen Wechselspiel zwischen, der beim Einschlafen und Aufwachen auftretenden, Leichtschlafphase, der beruhigenden Tiefschlafphase, und der von leichten Bewegungen und häufigen aufregenden Träumen geprägten REM-Phase.

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