einfach besser schlafen...

Blog über Gesundheit und Schlaf

Schlafkrankheiten

Hypersomnie

Unter der Hypersomnie versteht man eine exzessive Tagesschläfrigkeit, die bei den Betroffenen zu starker Belastung führen kann. Unter Hypersomnie leidende Personen werden Tagsüber vom Schlaf übermannt, dadurch entstehen psychische Belastungen, Selbstzweifel, Depressionen und auch ein sozialer Rückzug tritt ein. Das Unfallrisiko steigt, besonders im Straßenverkehr und die Leistungsfähigkeit im Beruf nimmt deutlich ab. Die Schwierigkeit der Behandlung besteht darin die Ursache der Krankheit zu finden und eine richtige individuelle Therapie einzuleiten. Meist ist die Hypersomnie eine Begleiterscheinung bei verschiedensten Erkrankungen wie etwa Depressionen, Schizophrenie, Infekten, Tumoren, Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion, Morbus Parkinson oder Multipler Sklerose. Zudem kann es in Folge eines Alkohol- oder Drogenmissbrauchs auftreten oder die Nebenwirkung von Medikamenteneinnahme wie Psychopharmaka, oder Blutdrucksenkern sein. Besonders häufig kann man die Hypersomnie mit der Schlafapnoe in Verbindung bringen. In jedem Fall muss in einem Schlaflabor akribisch nach der Ursache der Krankheit geforscht werden und eine individuelle Therapie ausgearbeitet werden.

Parasomnie

Parasomnie ist ein Überbegriff für sämtliche unerwünschte Verhaltensauffälligkeiten, die überwiegend während des Schlafs auftreten. Bei den so genannten Aufwach-Parasomnien erwacht ein bestimmter Teil des Gehirns auf und es werden unterbewusst Handlungen im Schlaf ausgeführt, wie beispielsweise Schlafwandeln. Aber auch Alpträume nennt man Parasomnie, diese treten besonders in der REM-Phase auf, in der am häufigsten geträumt wird. Zudem kann es während der REM-Phase auch zu Schlaflähmungen kommen. Andere Parasomnien sind Bettnässen, Essen oder Stöhnen im Schlaf, Halluzinationen, Zähneknirschen oder rhythmische Körperbewegungen aber auch Sprechen oder Zucken im Schlaf, jedoch ist hierbei nicht das Zucken während der Einschlafphase gemeint. Die Ursachen für diese Verschiedenen Parasomnien sind im Kindesalter die Entwicklung im Gehirn. Wenn sie jedoch im Erwachsenenalter auftreten sind die Ursachen noch nicht hinlänglich bekannt. Jedoch wird eine Behandlung notwendig, wenn das Verhalten des Betroffenen eine Gefährdung darstellt, wenn die nächtlichen Ereignisse extrem häufig auftreten, die Angehörigen des Betroffenen darunter leiden oder beim Betroffenen eine Tagesschläfrigkeit auftritt. Durch Medikamente und spezielle Therapien kann meist ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden.

Tödliche familiäre Schlaflosigkeit

Diese Erbkrankheit tritt extrem selten auf und ist deswegen auch noch nicht ausreichend erforscht. Sie beginnt meist im alter von 50 Jahren mit Einschlaf- oder Durchschlafstörungen. Normalerweise ist das noch nicht beunruhigend doch für die Betroffenen bleibt das Problem bestehen und verschlimmert sich im Laufe von Tagen, Wochen und Monaten. Der Betroffene schläft bald keine Nacht mehr durch bis der Schlaf gänzlich verloren geht. Zu Beginn leiden die Betroffenen an zunehmender Müdigkeit, danach folgen Konzentrations-,Denk und Gedächtnisstörungen hinzu, bis sie schließlich von Halluzinationen geplagt werden. Ihre Wahrnehmung vermischt Imagination und Wirklichkeit bis die Patienten nicht mehr unterscheiden können. Danach folgen schwere Krämpfe, der Verlust der Sprache und sie werden inkontinent. Am Ende fallen die Patienten in ein Koma und sterben schließlich. Männer sind genauso betroffen wie Frauen und die Ursachen weitgehend unerforscht. Jedoch greifen bei der Krankheit entartete Eiweiße (Prionen) das Gehirn des Erkrankten an und beginnen es zu zersetzen. Besonders im Hirnstamm und der Thalamus ist betroffen, wo sich das Schlafzentrum befindet. Die Krankheit ist scheinbar rein erblich übertragbar, es wurde noch keine Ansteckung festgestellt. Es ist noch keine Heilungsmethode gefunden worden, Schlafmittel wirken bei dieser Krankheit nicht, allein das Leiden kann durch Medikamente gelindert werden.

 

 

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