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Blog über Gesundheit und Schlaf

Schlafapnoe – Atemlos im Schlaf

Schlafapnoe ist die medizinische Bezeichnung für eine ausgeprägte Atemstörung, die ausschließlich während des Schlafs auftritt. Die Schlafapnoe entsteht, wenn das Gewebe der Atemwege im Prozess des Einschlafens so stark erschlafft, dass es durch den Strom der Atemluft zu schwingen beginnt. Dies ist auch die Ursache für nächtliches Schnarchen. In besonderen Fällen verhindert das erschlaffte Gewebe jedoch total den Atemfluss und es kommt zum Stillstand der Atmung. Durch den Mangel an neuer Luft sinkt der Sauerstoffanteil im Blut, bis eine kritische Grenze erreicht ist und der Körper eine Weckreaktion startet. Der Schlafende erwacht kurzzeitig und beginnt stark zu atmen, er hyperventiliert zum Ausgleich des fehlenden Sauerstoffes im Blut und schläft danach wieder ein. Wenn jedoch abermals ein tieferes Schlafstadium erreicht wird kommt es zum erneuten Atemstillstand und die Weckreaktion beginnt von neuem. Der Schlafende bekommt von dem Erwachen nichts mit, da es im Unterbewussten stattfindet. Jedoch kann es in einer Nacht zu über 40 Wachreaktionen kommen. Wenn man dies bedenkt kann ein gesunder Schlaf durch den konstanten Schlafentzug nicht entstehen. Da sämtliche Schlafphasen von der Krankheit betroffen sind kann sich der Körper nachts weniger Erholen, was das Herz Kreislaufsystem stark belastet

Symptome

Die Betroffenen leiden wegen dem unbewussten Schlafmangel auch häufig unter Kopfschmerzen, Alpträumen aber auch Konzentrationsprobleme und das Nachlassen der geistigen Fähigkeiten können auftreten. Auch kann man Persönlichkeitsveränderungen, wenig Ausdauer und starkes Schwitzen, schon bei etwas Bewegung beobachten. Schlafapnoe erzeugt bei den Betroffenen Nervosität, Gereiztheit und sogar Depressionen. Zudem kommt es häufiger zu Übergewicht und zum Einschlafen bei monotonen Tätigkeiten, wie zum Beispiel Sekundenschlaf beim Autofahren. Die Folgeerkrankungen betreffen hauptsächlich das Herz und das Kreislaufsystem doch es kann auch zu Stoffwechselstörungen kommen sowie Hirninfarkten und starken Depressionen.  Wegen den verheerenden und lebensbedrohlichen Folgen der Krankheit ist eine ärztliche Diagnose und Behandlung unabdingbar. Wenn der Verdacht auf Schlafapnoe besteht wird eine ambulante Diagnose mit Hilfe eines Rekordes vorgenommen. Dieser zeichnet über die Nacht hinweg wichtige Daten auf, die danach vom Arzt oder einem Schlaflabor ausgewertet werden und wodurch die Notwendigkeit einer Therapie festgestellt wird.

Therapie

Wenn die Schlafapnoe nur leicht auftritt, das heißt die Wachreaktionen nicht so häufig vorkommen, kann es schon genügen, wenn der Patient etwas an Gewicht abnimmt. Zudem ist ein Verzicht auf Alkohol, Nikotin und Schlaf sowie Beruhigungsmittel notwendig. Zudem kann das Medikament Theopyllin oder eine Gebissschiene hilfreich sein. Ist die Krankheit schwerwiegender ist eine Gerätschaft notwendig, bei der über eine Nasenmaske und einem Schlauch dem Rachenraum ein leichter Überdruck zugeführt wird. Dieser Druck stützt die Muskulatur der Atemwege und hält diese offen. Dadurch kann der Patient wieder frei atmen und der Körper sich wieder erhohlen, wodurch sich leichtere Folgen und Symptome der Krankheit zurückbilden und verschwinden.

Verbreitung

Die genaue Verbreitung der Apnoe richtig einzuschätzen ist schwierig, viele wissen schlichtweg nicht, dass Sie betroffen sind und werden dementsprechend auch weder behandelt noch erfasst. Eine 2010 von der ECNP durchgeführte Studie für die 27 EU Staaten sowie der Schweiz, Island und Norwegen – die Gesamtzahl der Bevölkerung in den Ländern war zum Zeitpunkt der durchführung 514 Millionen – ergab, dass 12 500 00 Menschen von der Schlafapnoe betroffen sind,  damit ist tritt die Schlafapnoe häufiger auf als ein Schlaganfall ( 8 240 000) oder Demenz (6 340 000 ). Die Studie wurde über einen Zeitraum von 3 Jahren erhoben.
Dies macht Schlafapnoe zu einer Volkskrankheit die gerade durch die Folgekrankheiten hohen Wirtschaftlichen Ausfälle und Kosten verursacht, obwohl die Therapie relativ einfach ist.

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