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Blog über Gesundheit und Schlaf

Nachtlärm – Einschlafen trotz Ruhestörung

Ihre Nachbarn feiern wieder mal eine Party oder sind es die lauten Straßengeräusche, die Ihnen den letzten Nerv rauben? Wenn der Schlaf regelmäßig durch nächtliche Krach unterbrochen wird, ist die Gesundheit in großer Gefahr.

Lärm wird sehr unterschiedlich wahrgenommen, manche Menschen hält selbst ein leises Knacken vom Einschlafen fern, wohingegen andere selbst bei lautem Verkehrsgeräuschen einschlafen wie ein Stein. Dass Lärm uns Wachhalten kann liegt daran, dass die Nerven selbst auf leisen Lärm reagieren und den Körper in eine Art Alarmbereitschaft versetzten, dadurch werden Stresshormone frei gesetzt und unsere Wachsamkeit wird durch erhöhten Blutdruck und erhöhte Herzfrequenz verstärkt. Obwohl man sich nicht richtig an Lärm gewöhnen kann gibt es eine Schutzfunktion, die es uns ermöglicht dennoch zu Schlafen. Das Gehirn speichert Geräusche, die zur gewohnten Geräuschkulisse gehören und filtert diese, sodass das Geräusch nicht bewusst wahrgenommen wird. Dadurch wird ein ständiges Aufwachen bei Nacht durch unser Gehirn verhindert, jedoch funktioniert diese Schutzfunktion nicht bei zu lautem oder stark von den gewohnte Geräuschen abweichendem Lärm.

Trotz der subjektiven Wahrnehmung von Lärm gibt es gewisse Regelungen, wodurch Streitfälle leichter geklärt werden können. Es gibt festgelegte Ruhezeiten in der die Zimmerlautstärke eingehalten werden muss, beispielsweise Mittags zwischen 13 und 15 Uhr und besonders wichtig die Nachtruhe, zwischen 22 und 7 Uhr.  Um Konflikte zu vermeiden, ist es ratsam vor einer anstehenden Party, die Nachbarn zu informieren und um ihr Verständnis zu bitten. Jedoch gilt dennoch die Regelung der Zimmerlautstärke nach 22 Uhr. Einmalige nächtliche Störungen, sind jedoch kein Grund zur Besorgnis. Lärm entwickelt sich erst auf Dauer zu einem echten Problem.

Folgen 

Besonders problematisch ist, dass selbst Lärm, den wir bewusst überhaupt nicht als störend wahrnehmen, unserem Gesundheitssystem schaden kann. Zu den kurzfristige Auswirkungen zählen Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und damit verbundene Leistungsstörungen, sowie allgemeines Unwohlsein. Des Weiteren steigt die Wahrscheinlichkeit für häusliche Unfälle deutlich an.

Langanhaltender Lärm wirkt sich auf den ganzen Organismus des Menschen aus, da dieser durch den nächtlichen Krach nicht zur Ruhe kommen kann, werden die Energiereserven des Körpers aufgebraucht, was sich wiederum negativ auf die Regenerationsfähigkeit der Organe auswirkt. Diese sind dadurch langfristig in ihrer Effektivität und Wirksamkeit eingeschränkt. Dauerhafter Nachtlärm wirkt sich auch auf die Psyche des Menschen aus, so ist die Wahrscheinlichkeit depressiv zu werden, durch den anhaltenden Schlafmangel stark erhöht. Es kann auch zu Schilddrüsenfehlfunktionen, Astma, Magenschleimhautentzündung oder Reizdarm kommen. Menschen die unter permanenten Nachtlärm leiden, haben häufiger Bluthochdruck als Vergleichspersonen ohne nächtliche Störungen. Besonders Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Blutgefäßverschluss, Schlaganfälle und Herzinfarkte können als eine Folge von Schlafmangel durch Lärmbelästigung auftreten. Doch auch das Risiko starker Migräne verdoppelt sich und auch die Gefahr einen Hörsturz (Tinnitus) zu erleiden erhöht sich maßgeblich.  Kinder leiden häufiger unter Hyperaktivität und Konzentrationsschwierigkeiten.

 

Was kann man dagegen tun?

Man sollte in erster Linie versuchen die Lärmquelle auszuschalten, doch meist ist das leichter gesagt als getan. Doch durch einfache Tricks findet man mehr Ruhe bei Nacht. Wählen Sie als Schlafzimmer einen Raum, der von der Straße abgewandt liegt. Zudem können Lärm reduzierende Vorhänge und Teppiche, aber auch schalldämpfende Spezialtapeten zu mehr Ruhe führen.  Auch Schallschutzfenster können eine sinnvolle Investition darstellen. Für akuten Lärm, durch die einmalige Party des Nachbarn, können Ohropax oder akustische Watte einen erholsamen Schlaf ermöglichen.

 

 

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